Hunde-Podcast: Grenzen setzen

In der neuesten Episode des WIR MÜSSEN REDEN – Ein Easy Dogs Podcast habe ich mich mit Maria über ein Thema unterhalten, das uns im Hundetraining immer wieder begegnet: Grenzen – und zwar aus verschiedenen Perspektiven. 

 

Wir denken im Alltag oft zuerst daran, welche Regeln wir unserem Hund setzen: Wo darf er laufen, was darf er tun, wie reagiert er auf Reize? Doch in unserem Gespräch wurde schnell klar, dass Grenzen viel mehr sind als nur äußere Linien im Verhalten. Es geht um Respekt, Orientierung und gegenseitiges Verständnis – nicht nur zwischen Mensch und Hund, sondern auch zwischen uns und anderen (z. B. der Tierärztin oder einer Trainerin). 

 

Drei zentrale Blickwinkel auf Grenzen

  1. Grenzen, die wir unserem Hund geben
    Grenzen geben Orientierung und Sicherheit. Sie helfen dem Hund zu verstehen, was in seiner Umwelt möglich ist und wie wir als Bezugsperson reagieren. Klare, liebevolle Führung schafft Erwartungssicherheit, ohne dass Druck oder Strafe im Spiel ist. 

  2. Grenzen, die uns der Hund zeigt
    Hunde zeigen uns oft sehr deutlich, wo ihre Komfortzone endet – etwa durch Rückzug, Stresssignale oder Unwohlsein. Diese Signale wahrzunehmen bedeutet, respektvoll zu sein und das Training so anzupassen, dass Kooperation entsteht. 

  3. Grenzen, die wir selbst brauchen
    Unsere eigenen Grenzen im Umgang mit Hund und Alltag sind genauso wichtig. Wenn wir lernen, sie klar zu kommunizieren – z. B. „Das ist gerade zu viel“ oder „Ich brauche eine Pause“ – dann können wir auch unserem Hund mit mehr Ruhe und Klarheit begegnen. Diese Form von Selbst-Respekt stärkt die Beziehung vielmehr als ein stures Durchhalten. 

Warum das Thema so wichtig ist

Grenzen sind nicht Mauern, sondern Rahmen für gegenseitiges Verständnis und Sicherheit. Wenn wir lernen, sie in beide Richtungen zu sehen – was wir geben und was wir nehmen – schaffen wir eine Beziehung, in der Lernen mit Freude und Klarheit möglich wird. 

 

Hör jetzt rein, wenn Du verstehen willst, wie Grenzen im Alltag wirken – nicht nur zwischen Dir und Deinem Hund, sondern auch in Begegnungen mit anderen Menschen und in Situationen, die oft schwierig erscheinen.

 

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