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Hunde und Auto fahren: Eine kleine Anleitung

Hunde können nicht von Geburt an problemlos im Auto mitfahren - auch wenn Mensch das gerne hätte. Viele Hunde haben Schwierigkeiten mit Geruckel, Gezuckel und Gebremse, mit vorbeiziehenden Landschaften, mit der Enge, mit den Geräuschen. Manche kämpfen mit Übelkeit, wieder andere halten die räumliche Trennung von Herrchen oder Frauchen im Auto nur schwer aus. Damit das Autofahren für Hunde nicht jedes Mal zum schrecklichen Erlebnis wird, hier eine kleine Anleitung zum Autotraining.

 

Gemach, Gemach!

 

Wie jede Übung im Hundetraining sollte man auch das Autofahren langsam angehen. Als erstes gilt es, eine sichere Transportbox für den Hund im Auto zu installieren. Dann wird ganz kleinschrittig geübt: Zuerst das Ein- und Aussteigen üben. Vorsicht! Große Hunde sollten über eine Einstiegshilfe zusteigen, damit die Gelenke geschont werden. Werden die Hunde gehoben, sollte vorher klargestellt sein, dass sie das Hochheben und Getragenwerden kennen und mögen. Ansonsten kann sich eine mögliche Aversion gegen das Hochheben auch auf das Auto übertragen.

 

Trockenübungen

 

Zu Beginn wird noch gar nicht gefahren. Die Hunde sollen erst einmal das Auto als Hort der tollen Dinge und der Geborgenheit kennenlernen.

Also:

  • Einsteigen, Superbelohnung, aussteigen.
  • Einsteigen, Superbelohnung, sitzen bleiben, Superbelohnung, anschnallen, Superbelohnung, aussteigen.
  • Das wird regelmäßig wiederholt, wobei die Zeitdauer im Auto immer weiter ausgedehnt wird. Lesen Sie doch mal wieder ein gutes Buch! :-)
  • Dann können Sie anfangen, sich auf den Fahrersitz zu setzen und sich anzuschnallen. Dann schnallen Sie sich gleich wieder ab.
  • Steigen Sie aus und ein, gehen Sie um das Auto herum, öffnen und schließen Sie Türen, damit Ihr Hund sämtliche Geräusche rund um das Auto kennenlernt.

 

Auto fahren muss erst trainiert werden. Wir müssen aber nicht gleich übertreiben und den Hund ans Steuer setzen. Foto: Allerbeste Steffi Atze ♥
Auto fahren muss erst trainiert werden. Wir müssen aber nicht gleich übertreiben und den Hund ans Steuer setzen. Foto: Allerbeste Steffi Atze ♥

 

Und wir fahr'n

 

Wenn das alles gut klappt und der Hund keine Angst- oder Stresssymptome zeigt, sondern entspannt liegt, können Sie den Motor anlassen und ein wenig mit laufendem Motor üben. Erst dann wird ein kurzes Stück gefahren. Seien Sie am Anfang besonders achtsam mit Ihrer Fahrweise. Bremse und Kupplung sollten möglichst ruckelfrei bedient werden, damit der Hund nicht gleich die Schnauze voll hat vom Auto fahren.

 

Sinnvoll beschäftigt während der Fahrt

 

Manchen Hunden hilft es, wenn sie während der Fahrt ein bisschen Beschäftigung haben. Hier helfen Kauartikel besonders gut, weil sie Stress abbauen und den Hund ablenken. Wenn Ihr Hund unter Übelkeit leidet, hilft es, wenn die letzte Fütterung bereits ein paar Stunden zurückliegt. Manchmal kann es auch sinnvoll sein, den Hund abzuschirmen, damit er nicht aus dem Fenster schauen kann. Wenn ausreichende Lüftung gewährleistet ist, kann man hier beispielsweise auf der Fensterseite ein Handtuch über die Metallbox legen. Einige Hundebesitzer schwören auch auf alternative Heilmittel wie Rescue-Tropfen.

Je entspannter und kleinschrittiger Sie das Training angehen, umso schneller wird der Hund am Ende im Auto zu Entspannung finden.

 

Allseits gute Fahrt wünscht Ihre Hundeschule Weltstadt mit Hund ♥

Inhaberin: Isabel Boergen ♥ Hundetrainerin

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